Montag, 14. Januar 2013

HONGKONG – Mighty Red Dragon



Nachdem uns der Taifun Bopha vorzeitig aus Boracay vertrieben hatte, sind wir fünf Tage früher in Hongkong angekommen als geplant. Hier in Hongkong ist alles sehr gut organisiert und wir sind mit dem Airport Shuttle direkt zur „Kowloonstation“ gefahren. Von dort gehen Busse zu den Hotels, der Transfer ist gratis.
Hongkong empfing uns mit großteils nebeligem Herbstwetter, wobei es täglich um die fünfzehn Grad plus hatte. Die Stadt ist natürlich geprägt von einer tollen Skyline, im Finanz- und Geschäftsdistrikt will man natürlich hoch hinaus.



Um mit den Hochhäusern auf Augenhöhe zu sein muss man selbst hoch hinauf. Dafür gibt es die Victoria Peak Tram die auf den gleichnamigen Gipfel fährt. Sie überwindet die 522 Meter auf imposanten Steigungen und  wurde von den Engländern 1888 erbaut. Ursprünglich durften nur der Gouverneur und die Peakbewohner die Bahn benutzen. In der Bergstation des Victoria Peak angekommen geht man durch ein großes Einkaufszentrum mit einer imposanten Aussichtsplattform. Jetzt liegt einem die Stadt und der Victoria Harbour zu Füßen.


Es gibt aber auch noch andere Aufstiegshilfen wie in dieser Straße. Die Rolltreppe ist insgesamt ca. 700 Meter lang und nur durch die quer verlaufenden Straßenzüge unterbrochen.


Wir erwarteten im Hafen eine große Anzahl von Dschunken, es gibt aber nur mehr diese eine, welche ab Mittag für Touristen im Victoria Harbour kreuzt.


Platz ist in Hongkong kostbar und so wird in die Höhe gebaut. Vielleicht nicht mit europäischen Sicherheitsstandards, aber auf eine altbewährte Methode.



Es wird auch auf das Gesamtbild nach den Regeln von Feng Shui geachtet. Dieses Haus lässt in der Mitte genügend Raum um dem dahinter wohnenden Drachen seinen Ausblick nicht zu verbauen und somit sein Wohlbefinden zu garantieren.



Drachen sind in Hongkong allgegenwärtig, aber nicht zum Fürchten.



Das öffentliche Verkehrsangebot – MTR, Busse, Straßenbahn und Fähren - ist ausgezeichnet und man kann rasch und bequem durch die Stadt fahren.


Hongkong ist ein  Einkaufsparadies, in dem alle internationalen Marken oft mehrfach vertreten sind. Die Preise sind international, d.h. teuer. Da Weihnachten vor der Türe stand, war in den Einkaufszentren großes Gedränge.
Wesentlich preisgünstiger sind die chinesischen Straßenmärkte, in denen ebenfalls großes Gedränge herrscht. Das Angebot ist aber auf chinesische Kundschaft ausgerichtet, daher hielt sich die Einkaufslust in Grenzen. Ausnahme ist Jade, seit jeher Exportartikel der Chinesen. Glücksbringer in allen möglichen Formen und Größen finden hier reißenden Absatz.


China hat  auch eine Filmindustrie. Eine etwas kleinere Version des „Walk of fame“ in Hollywood ist die „Avenue of Stars“ direkt am Hafen, mit für uns unbekannten Schauspielern. Es gibt also auch ein cineastisches Leben neben den im Westen bekannten Kung- Fu Filmen.



Die Stadt selbst ist auch Hauptdarsteller in einer chinesischen Operette. Jeden Abend findet am Hafen dieses farbenprächtige Spektakel mit einer fünfzehnminütige Licht- und Lasershow statt. 

video


Wenn man in Hongkong ist, sollte ein Ausflug nach Macao, dem Spielerparadies der Chinesen, nicht fehlen. In Hongkong ist Glückspiel absolut verboten, sogar Online Poker ist nicht möglich. Wir mussten von Hongkong ausreisen und nach einer ca. einstündigen Fahrt mit einem Highspeedkatamaran sind wir im Hafen von Macao eingelaufen.



Macao war die portugisische Zone in China. Das chinesische Kaiserhaus schenkte den Portugiesen dieses Areal als Dank für die Unterstützung im Kampf gegen Piraten. Daher ist hier der christliche Einfluss unübersehbar. Wahrzeichen der Stadt ist die berühmte Fassade der Kathedrale Sao Paulo. 1620 von den Jesuiten errichtet, brannte sie 1835 ab.



Der höchste Punkt ist Fortaleza do Monte, die älteste Festung Macaos. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick über die Innenstadt. 


Der Gang durch die Fußgängerzone führte uns auch zu vielen chinesischen Tempeln.



Eine grüne Oase der Ruhe ist der Jardim e Gruta Luis de Camoes. Wir wanderten durch künstliche Miniaturlandschaften, Bambushaine und vorbei an kleinen Teichen. Es gibt dort sogar einen Wasserfall. 
  

Wo sind denn nun die Spielcasinos? Im Stadtbild nicht zu übersehen, aber nicht im historischen Teil von Macao, durch den die Fußgängerzone führt. Wir haben sie natürlich gefunden. Hier befindet sich allerdings auf der Nachbarinsel Coloane das flächenmäßig größte Casino der Welt das „Venetian“. Es wurde dem Schwestercasino in Las Vegas nachgebaut. Mich hat das Gold gelockt.



Doch auch der verlängerte Aufenthalt in Hongkong ging zu Ende, die ee-worldtour geht aber noch weiter. Ich werde mich von unserer nächsten Station wieder melden.

Bis dahin einen guten Start in Jahr 2013 and keep on travelling!!!